Fertig mit Die Arena von Stephen King

Die Arena - Stephen King

Geschafft. 1275 Seiten oder so, in 14 Tagen. Nicht sonderlich schnell, aber da waren einige Tage darunter, in denen ich gar nix oder nur 20-30 Seiten las. Am Ende waren es 150-200 pro Tag und ein Wettlauf um freizuschaufelnde Zeit.

 

Die Arena von Stephen King ist ein "üppig mit Personen ausgestatteter Roman", wie King im Nachwort selber sagt. Das ist die große Stärke von Stephen King, eine komplette Kleinstadt so atmosphärisch dicht zu erschaffen und mit allen Leuten, die zu einer Kleinstadt gehören, zum Leben zu erwecken. Grandios, wie gut er das kann.

 

Die Story selber dürfte ungefähr bekannt sein: eines Tages entsteht rund um eine Kleinstadt eine energetische Barriere, eine Kuppel. Und schnurstracks versinkt Chester's Mill in einem durch einen machtgierigen, selbstgerechten Stadtverordneten verursachten, beispiellosen Chaos. Innerhalb von nur wenigen Tagen rutscht die ansonsten völlig normale amerikanische Gemeinde ganz tief herab: Menschen werden ermordet, bringen sich aus Verzweiflung selber um, entdecken die dunkle Seite in sich. Es geht um Mitleid, und ob wir Menschen es empfinden können.

 

Ich liebe postapokalyptische Settings. Dies hier ist eins, auch wenn die Apokalypse nur in diesem einen Ort statt fand. Aber der ist durch die Kuppel zu seiner eigenen Welt geworden, und so ist dies ein Roman darüber, wie wir Menschen uns verhalten, wenn die Zivilisation am Ende ist - die guten, alten Friss-oder-Stirb-Zeiten. Wenn der Mensch des Menschen Wolf ist. 

 

Ich überlege jetzt, aber eigentlich brauch ich das nicht. Die Arena hat 5 von 5 Punkten verdient - kein literarischer Meilenstein, aber dafür lesenswert wie nicht viele andere Bücher. Das ist für mich ein genauso bedeutendes Kriterium wie literarisch wertvoll. Lesenswert heisst für mich, ich will wissen, wie es weiter geht. Das wollte ich.

5 von 5 Punkten: Ihr müsst das lesen, glaubt's mir!